Google: One shot per day

Bei Google kann man sich ja nie so ganz sicher sein, ob sie gerade Spaß machen oder nicht.
Entdeckung am Rande: Es gibt einige Filme, in denen Leute jeden Tag ein Foto von sich machen (one shot per day) und somit ihre Veränderungen dokumentieren. Ebenso heißt “Shot” aber auch ein kleines Pinnchen/Schnappsglas auf englisch. Wenn man nun bei Google nach “one shot per day” sucht, kommt neben den erwähnten Filmen auch automatisch die interessante Zeile:

one (shot a day) = 5.13429333 × 10^-10 m³ / s

aus dem Google-Rechner raus. Mögliche Erklärung ist, dass Google tatsächlich die Menge in SI-Einheiten umrechnet. Ein Shot hat laut englischer Wiki ca. 45 ml Inhalt, das wären umgerechnet etwa (45 mal 10^-6 m³) / (24 mal 60 mal 60 s) = 5.20833 mal 10^-10 m³ / s und zumindest die Einheiten würden schon mal passen. Das Ganze funktioniert auch mit “per month”, “per year” usw.

Man fragt sich allerdings schon ob diese Umrechnung jetzt automatisch eingebaut wurde oder es vielleicht auch ein kleiner Spaß von Google ist, wer weiß…

Vordiplom!

Nach geschätzten 97234598 Semestern hab ich tatsächlich heute meine mündliche Analysis II-Prüfung mit 2,3 bestanden und bin nun stolzer Besitzer eines Vordiploms!

Danke an alle irgendwie Beteiligten, seien es Lernpartner, Daumendrücker, Prüfer oder sonstwer :)

Paket… das läuft!

So kann man ein Paket natürlich auch zustellen. Gesehen heute morgen bei unserem Briefkasten. Fairerweise muss man sagen dass der Postbote meine ich überall durchgeklingelt hat, aber ihm einfach niemand aufmachte.

Klick mich!

Mietminderung

Bereits letzte Woche flatterte ein Brief vom Studentenwerk bei mir rein, dass ich mit einer (einmaligen) Mietminderung rechnen kann. Das finde ich tatsächlich sehr nett und ich nehme sie auch gerne in Anspruch, auch wenn es “nur” 22 Euro für drei Tage ohne Strom/warmes Wasser sind. Ich selber hätte nie nach einer Mietminderung verlangt, da nach allem was ich weiß, das Studentenwerk nichts für den Stromausfall konnte. Nach meinen Informationen hat der örtliche Energieversorger nämlich das ganze Subnetz hier vorsorglich abgeschaltet als klar war, dass viele Keller, und damit auch die Verteilerkästen dort, volllaufen werden. Allerdings habe ich im ersten Stock natürlich Glück gehabt dass meine Wohnung gar nicht erst unter Wasser stand. Laut Brief mussten über 90 Studierende aus den Wohnungen umziehen dass die Wände mit lauten Gebläsen getrocknet werden müssen und es sei ein Schaden von über 1,5 Millionen Euro entstanden.
Die drei Tage ohne Strom waren vielleicht nicht gerade ein Paradies, aber zumindest mal eine interessante Erfahrung heutzutage.

Unwetter in Dortmund

Hier ein paar Fotos von Samstag Abend. Abgesoffen ist die gesamte Technik, das Spunk und natürlich einige weitere Wohnungen. Bis jetzt gibt es Update: im neuen Dorf wieder Strom, es wird aber dran gearbeitet auch im alten Dorf wieder alles herzustellen. Gerüchte sprechen davon, dass Dienstag oder Mittwoch erste Versuche gestartet werden, alles einzuschalten.
Weiter Bilder gibt es hier und hier. Mehr Infos etwa im UB-Blog, Dem Felix sein Blog sowie auf den Uni-Seiten selbst.

Noch war es zu gefährlich rauszugehen.
Erste Löcher im Fliegengitter
Gottseidank sind die Fenster ganz geblieben.

Weg
Hinterm Haus
Hinterm Haus II

Vorm Haus
Weg vorm Haus
Hauseingang

Noch ein Hauseingang
Fahrradkeller
Mein Auto (man sieht leider nicht mehr)

Parkplatz
Weg zum Spunk
Spunkplatz

Spunkteich
Spunkweg
Blick zur Mensabrücke

Blick zur Mensabrücke
Daniels Hauseingang
Spunk-Eingang (unterm Schild)

Spunkvorplatz
Baum am Parkplatz
Blick zur Bibliothek

Erste Abpumpversuche
S-Bahn-Platz

N82 Tipps

Da ich nun schon gegen einige seltsame Phänomene der N82-Software zu kämpfen hatte, gibt es hier jetzt mal eine kleine Liste mit Tipps die vielleicht jemanden helfen können.
Vorsicht, Anwendung auf eigene Gefahr!

- Die Tastatursperre kann man genauso aktivieren, wie man sie auch deaktiviert.
- Wenn man lange auf # drückt, wechselt man schnell zwischen dem aktuellen Profil und “Lautlos”.
- WLan-Verbindungen werden bei mir erst oft erkannt, wenn ich eine Seite im Browser aufgerufen habe (besonders mit WPA2 Verschlüsselung). Also richtig auf das Symbol/Text achten.
- WLan-Suche deaktivieren zur Akkuentlastung.
- Die Menüeinträge kann man selber umordnen, auch über mehrere Ebenen hinweg.
- Es gibt bei mir Probleme wenn ich die Speicherkarte als SMS-Speicher benutze und das Telefon dann mit meinem Rechner im PC-Suite-Modus verbinde. Anschließend kann ich keine SMS mehr öffnen, bzw. es werden noch alle SMS angezeigt in der Übersicht mit Telefonnummer/Name, Datum und Betreff, allerdings passiert beim Öffnen einfach gar nicht. Abhilfe schafft bei mir eine gesamte Kopie der Speicherkarte mit einem externen Kartenleser auf den PC, anschließende Neuformatierung (FAT) der Karte, zurückkopieren und schwupps, auf einmal gehts wieder. Da würde sich der geneigte Benutzer doch eine Meldung wünschen dass SMS nicht gelesen werden können weil die Speicherkarte nicht in Ordnung ist oder dergleichen.
- SIP verbindet sich bei mir nicht automatisch, auch wenn es auf “Immer aktiv” gestellt ist. Die einfachste Möglichkeit für mich ist: das Profil kopieren, und jeweils eins auf “Immer aktiv” und eins auf “Bei Bedarf” lassen. Dann jedes Mal das “Bei Bedarf” auf “Immer aktiv” ändern (und andersrum) und auf einmal loggt sich ein Profil ein…

Wird lose erweitert.

Mein Freimonat Age of Conan

… ist nun vorbei. Also folgt eine kleine Kritik, ich habe einen Priest of Mitra bis Level 60 auf PvE Mitra DE gespielt. Ich bin eher ein Moserkopf als ein Fanboy, also wird es leider nicht viele gute Worte geben. Da jeder Mensch vergleicht, hier meine bisherigen Spiele: WoW seit Closed Beta bis zur Öffnung der Silithus-Instanzen sowie LotRO seit Closed Beta bis ca. vor 2 Monaten.

Zuerst einmal die guten Sachen, da sie aus meinen Augen weniger sind:
- Die Grafik ist, einen entsprechenden High-End-Rechner vorrausgesetzt, einfach toll.
- Ebenso ist die Musik! des Spiels gelungen.
- Das Startgebiet ist gut gemacht.
- Ich habe meine Zeit mit einer sehr sehr netten Gilde verbracht, wo ich einige Leute noch von LotRO her kannte.
- Das Spiel hat unheimlich viel Potenzial.

Tjo, so leid es mir tut, das war es aus meinen Augen auch schon. Wer das Spiel mag, sollte hier einfach aufhören zu Lesen und glücklich Weiterspielen!
Wer trotzdem neugierig ist…Jetzt geht es ans Eingemachte:
Das Spiel ist so verbuggt dass es einem nur die Tränen in die Augen treibt. Um es deutlich zu sagen: Es wird viel gepatcht (dazu später noch mehr). Also muss es nicht mehr so sein wenn ihr es selber austesten wollt wie ich es hier beschreibe.

- Die Grafikengine scheint ihre guten und ihre schlechten Tage zu haben. Manche Leute berichten dass sie mit mittleren Details besser spielen können als mit niedrigen. Wenn mehrere Leute zusammen kommen oder es in gewisse Instanzen geht, bricht die Framerate grundlos ein, selbst auf High-End-Rechnern. Mittlerweile kann man immerhin die Partikeleffekte anderer Leute deaktivieren.
- Die Klassen sind sehr unausgeglichen. Manche sind brauchen nur einen Windhauch um umzufallen, andere einfach nicht totzukriegen. Manche Klassen sind unverzichtbar, andere nur ein Klotz am Bein. Manche Klassen können Solo ganze Armeen aufhalten, andere haben dagegen nicht die geringste Chance gegen zwei Gegner. Auch wenn dies generell ein Problem bei “frischen” MMORPGs ist, so schlimm wie hier hab ich es noch nicht erlebt. Alle 5 Level bekommt man automatisch neue Zauber bzw. Combos und dergleichen. Dazwischen passiert nichts (höchstens durch verteilte Talentpunkte).
- Die Quests sind recht reichhaltig vorhanden, jedoch bin ich immer wieder in Questlöcher gefallen, bei denen einfach nur stupider Grind weiter half. Da dies sehr von der persönlichen Spielweise abhängt, möge sich hier jeder ein eigenes Bild machen. Sämtliche Questziele werden selbst für die allerdümmsten Spieler mit Gebietsmarkierungen oder Kreuzchen markiert. Gehirn auf Urlaub. Wers mag… Es ist eher traurig, dass alleine die Bugs die Quests ein wenig “spannend” gestalten.
- Das epische Quest ist die ersten 20 Level gut, anschließend wird die Geschichte alle 10 Level sehr dünn erzählt und bricht dann ab.

Spellweaving. Was ist wohl +2 Größe?

- Das Interface ist aus dem Jahre 1875. Höchstens. Nicht nur dass es einfach unglaublich hässlich ist (das ist natürlich subjektiv), nein es ist auch ziemlich unpraktisch. Vor allem nerven einen die Tooltips, die oftmals komplett nichtssagend sind oder sehr gerne einfach aus dem Bildschirm “rausfallen”. Die Beschreibungen sind total wirr wenn nicht falsch, die Übersicht stark eingegrenzt. Hier mal ein Beispiel von einem besonderen Zauberzustand. Ich denke man erkennt ganz gut was ich meine, ich musste mir den Screenshot schicken lassen weil der Tooltip zu groß für meine Auflösung war. Man beachte auch die herrliche Grau-auf-Grau-Chatbox. Sicher kann man einiges (mehr oder weniger kompliziert) ändern, wie hier schon die Spellbars, allerdings ist der Auslieferungszustand einfach unmöglich.
- Kampfsystem: Dazu kann ich nicht viel sagen, ich hab einen Caster gespielt und somit üblicherweise selten “draufgeschlagen”. Die Kommentare der Gildenkollegen dazu reichen von “endlich mal abwechslungsreich, tolle Combos” bis hin zu “immer das gleiche, reines Buttonsmashing ohne Sinn”. Kein Wertung von mir.
- PVP ist Berichten meiner Gildenkollegen nach entweder verbuggt, unspielbar, verbuggt, völlig unausgelichen, beschissen oder verbuggt. Die Gildenstädte sind derzeit kaum im PvP benutzbar, z.B. weil man einfach durch die Mauern gehen kann einigen Stellen, oder etwa Belagerungswaffen verbuggt sind.
- Das Crafting… man hat eigentlich die Wahl zwischen Not und Elend. Entweder ist der komplette Beruf verbuggt, unsinnig oder überteuert. Zu Schmieden siehe Items:
- Die Items leiden an völliger Zufälligkeit und Beliebigkeit was ihre Stats angeht. Manche Teile auf Level 80 sind schlechter als etwas von Lvl 30. Manche ergeben keinen Sinn. Boni auf bestimmte Eigenschaften wirken sich nicht aus. Boni die sich auswirken haben praktisch keine Effekte. Effekte die angezeigt werden ergeben keinerlei Sinn, oder werden auch tatsächlich nur angezeigt.
- Instanzierung: Alles ist instanziert. Wirklich alles. Nur einige Quest”instanzen” erstaunlicherweise nicht. Ständig muss man seine Gruppen und Leute in anderen Instanzen treffen.
- Die Community hat größtenteils einen IQ von einem Stück Brot. Ja ich beleidige die meisten der Leute hier. Es mag viele nette Spieler geben und ich habe auch tatsächliche viele nette Leute kennengelernt, aber wenn man einen Tag die Regional-Chats anguckt, möchte man doch tatsächlich fordern, dass das Spiel erst nach Passkontrolle verfügbar ist. Natürlich sind auch ältere Leute dämlich und jüngere Leute völlig in Ordnung, aber meine persönliche Chat-Erfahrung deutet an, dass diese Methode viele Probleme lösen würde. Als Rollenspieler etwa wird man denke ich (derzeit) nicht glücklich.
- Den Service braucht man eigentlich gar nicht erwähnen. Es gibt ihn nämlich nicht. Gerüchteweise wurden mal Tickets bearbeitet. Mir selbst ist dass in zwei Wochen Ticketschreiben allerdings noch nicht passiert.
- Die Patches sind immerhin Patches für einige Dinge, jedoch wird nur ein Flickenteppich mit weiteren Flicken weiter geflickt. Es zeichnet sich keine klare Linie ab, es wird überall und nirgends mal was getan, meistens erzeugt ein Patch gleich wieder neue Bugs.

Da es ziemlich jeder Spieler leid sein dürfte folgt hier nach der bewusst etwas oberflächlichen Beschreibung der wichtigsten Dinge eine kleine Auswahl an besonders erwähnenswerten Bugs:
- Alchemie (Beruf) geht nicht weil die benötigten Items nicht im Spiel sind. Als sie kurzzeitig verfügbar waren, stürzte bei jedem Fund die komplette Zone ab.
- Man konnte als Architekt die Gildenstädte nicht weiter ausbauen, weil schlicht und ergreifend nicht genug Materialen dafür ins Inventar passten. Die Burgmauern sind an einigen stellen löchrig und man kann einfach hindurch gehen.
- Tooltips völlig nichtssagend, Übersetzungen wechseln mitten im Satz die Sprache.
- Item-Boni bewirk(t)en… nichts.
- Endgame-Content (wenn vorhanden) ist verbuggt, Raidencounter gehen nicht, Boss-Gegner 20 Level unter einem, können dich mit 2 Schlägen töten.
- Aufgrund der ca. 30% langsameren Animationen weiblicher Charaktere machen diese auch 30% weniger Schaden.
Einiges davon sind sicherlich Kinderkrankheiten, anderes ist einfach nur unverständlich. Wer einen ganz groben Überblick möchte, dem sei dieser Thread im offiziellen Forum empfohlen.

Nun kommen wir allerdings zum größten meiner Kritikpunkte, auch aus der Sicht eines Informatikers: der Umgang von Funcom mit seinen Kunden.
Das Spiel wurde vom eigenen Marketing dermaßen beworben und gelobt, dass es für viele einfach nur eine Enttäuschung werden konnte. Viele Dinge, die auf der Verkaufspackung als Features stehen, funktionieren einfach nicht. Dabei gibt es nicht mal Formulierungen wie “wird es bald geben” usw., wie man sich bei anderen Spielen rettet und rausredet. Wer oben auf den Forenlink klickt, wird eine gewaltige Wand von Spielern sehen die nur rummeckern. Und womit? Mit Recht.
Soweit mag man das vielleicht noch gewohnt sein, allerdings wird ständig alles weiter schöngeredet. Der Game Director selber macht weitere Versprechungen, dabei funktioniert doch noch nicht einmal der Unterbau vom Spiel selber. Selbst die Probleme die da sind können mangels GMs nicht bearbeitet werden.

Hier eine Auswahl einiger Testberichte: spieleflut.de, chip.de, gamona.de, 4players.de, gameswelt.de.

Was bleibt den Kunden derzeit also viel anderes übrig als zu Meckern?

Eine Möglichkeit gibt es noch. Abo kündigen, wenn überhaupt in einigen Monaten noch mal reingucken. Ansonsten ist das Spiel derzeit die monatlichen Gebühren meiner Meinung nach nicht wert.

Das Nokia N82 und ich…

Ich habe mich nach langer Zeit endlich mal für ein neues Handy entschieden, ein Nokia N82. Es hat ziemlich viel Geld gekostet für meine Maßstäbe, auch wenn es aus einer T-Mobile Vertragsverlängerung stammt. Nun also ein kleiner Erfahrungsbericht nach etwa einer Woche Benutzung (Bilder gibt es bei Nokia genug):Hardware:
Ich finde das N82 sieht eigentlich ganz gut aus, nur die kleinen Minitasten sind wohl ungewohnt. Interessanterweise kann ich sie selbst mit meinen dicken Fingern noch sicher bedienen, hätte ich vorher nicht erwartet. Auch der Druckpunkt ist in Ordnung. Bei der Navigationstaste und den angrenzenden Feldern finde ich allerdings, dass Nokia ein wenig zuviel des Guten gewollt hat. Der “Tastenbalken” hat schon mal lockere acht einzelne Tasten, dazu noch der Navigationsring. So macht die Navigationstaste für mich einen etwas lockeren Eindruck, die beiden Randtasten “Grün” und “Rot” sind in meiner (leider nicht völlig passgenauen) Krusell Handyhülle eher schlecht zu erreichen. Ich bin mal gespannt wie lange die Konstruktion insgesamt hält, ich habe die Sorge dass die Navigationstaste irgendwann einfach rausfällt…
Die Tasten an der Seite des Handys finde ich in Ordnung. Der Schiebe hinten an der Kamera ist meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit, unnötiger Verschmutzung der Linse vorzubeugen. Die Handytasche kann hinten ihren Clip aufklappen, alles insgesamt gut erreichbar. Insgesamt liegt das Handy gut in der Hand, ist allerdings auch nicht das Kleinste.

Kamera:
Da ich eine gute Digicam besitze und wenig Ahnung vom Thema allgemein habe, kann ich nur sagen dass die Kamera für Schnappschüsse garantiert ausreicht und zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten bietet, also keine Beschwerden dort.

Software:
Hier muss ich leider mosern. Es ist mein erstes Smartphone mit Symbian, und bis jetzt überzeugt die Software zwar in einigen Bereichen, in anderen schwächelt sie dafür umso mehr.
Die generelle Benutzerführung ist für mich in Ordnung, man kann sich seine Symbole und Programme so hinschieben wie man möchte. Allerdings reagiert Symbian selber stellenweise sehr sehr träge, besonders etwa nach dem Einschalten. Der Bildschirm bleibt dann einfach hängen, auch wenn die Tastentöne noch funktionieren. Vielleicht hätte ein einfaches Ladesymbol hier Not getan, einfach damit man weiß “es lebt noch”.

Die Einstellungen sind dagegen ein wenig ungeordnet bzw. unübersichtlich, wenn auch reichhaltig (wobei manchmal kommentarlos versteckt, etwa die WLan-Einstellungen abseits von DHCP habe ich überhaupt nur durch Zufall entdeckt).

Was mir persönlich sehr gefallen und mich ein wenig überrascht hat, ist dass ein SIP-Client direkt schon installiert ist. Also kann ich mich über mein WLan zuhause bei meinem Anbieter sipgate.de einloggen und dort die entsprechenden Vorteile wie Festnetznummer, günstigere Tarife usw. nutzen. In der Theorie sehr gut, in der Praxis hakt es aber. So schafft es der Client etwa nur sehr selten, sich eigenständig einzuloggen, auch wenn die WLan-Verbindung hergestellt ist. Ich habe jetzt für mich die Lösung gefunden, dass ich einfach zwei (bis auf den Namen) identische Profile habe, und in einem jeweils immer nur ein Detail änder. Danach loggt sich das Handy dann wieder ohne Probleme ein. Automatisch funktioniert es jedoch praktisch nie.

Dazu kommt dann noch dass eine erfolgreiche Verbindung mit meinem WPA2-gesicherten WLan erst erkannt wird, wenn ich mit dem Browser irgendeine Webseite aufgerufen habe. Nebenbei sollte man die automatische WLan-Suche deaktivieren, da sie meiner Beobachtung nach ziemlich am (zu schwachen) Akku zehrt.
Meine persönliche WLan-VoIP-Kombination funktioniert zwar gut wenn es denn mal läuft, aber die Features und Einstellungen sehen ein wenig unüberlegt implementiert aus. Ich hoffe dort wird mit einer späteren Firmware nachgebessert. Nötig ist es definitiv.

Dazu hatte ich auch leider Probleme mit dem Umstieg von meinem alten Handy aus. Zwar konnte es mit dem integrierten Programm über Bluetooth einige Einstellungen kopieren, allerdings nicht meine SMS. Diese musste ich jetzt über einen Umweg mit der Nokia-Backup-Software importieren. Dabei scheint diese jedoch keine eigenen Ordner und keine MMS kopieren zu können. Ich verstehe nicht wie es sein kann, dass man bei so modernen Telefonen nicht mal etwa auf dem PC gesicherte SMS in irgendeiner Weise gescheit importieren, lesen und speichern kann, eine absolute Frechheit. Jetzt habe ich also genau meinen Mitteilungseingang und den Gesendet-Ordner als nutzbare Nachrichten, alle anderen Ordner und alte Backups sind für das Handy unleserlich auf der Speicherkarte abgelegt. Nebenbei ist es mir zwischendrin passiert, dass zwar die SMS noch angezeigt wurden, ich sie aber nicht mehr Öffnen konnte, warum auch immer. Einzig ein neuer Import hat dabei geholfen.
Allgemein ist die SMS-Funktion ganz in Ordnung. Warum aber z.b. nachträglich keine neu zu den Kontakten hinzugefügte Nummern zu den entsprechenden Namen umgewandelt werden, ist mir auch ein Rätsel. E-Mails usw. sind für mich nicht für den Einsatz auf einem Handy gedacht, ich entspreche ganz gut diesem Artikel.

Die GPS-Funktionen habe ich bisher nur ansatzweise getestet da ich bisher eine “echte” Navigation noch nicht brauchte (aber ich werde sie einsetzen, war mit ein Kaufgrund). Soweit ausprobiert funktionierte sie (draußen und im Auto) gut, die Deutschlandkarte von Nokia Maps war für mich ausreichend. Ein kostenfreies Trainingsprogramm für Jogger usw. konnte ich in einem Menü auftreiben und schon einsetzen, sehr nett.

Der nur kurz benutze Medienplayer war zweckmäßig und hat nach einem manuellen Anstoßen auch alle mp3s erkannt, die ich kopiert hatte. Videos und so weiter habe ich nicht getestet.

Die ganzen Internetfunktionen benutze ich nur daheim im WLan, da ich kein Geld für Datentarife und dergleichen ausgeben möchte. Soweit ich nun ein wenig rumgesurft bin, klappt alles mit dem Web’n'Walk Browser. Opera Mini hatte ich kurz installiert, ist mir aber leider öfter eingefroren und ließ sich eher durch Zufall nur irgendwann wieder ohne Fehlermeldung deinstallieren.

Weitere Programme werde ich erst nach und nach mal installieren und testen, mal sehen was mir da überhaupt unterkommt.

Fazit:
Die Dinge, für die ich mir extra dieses Handy ausgesucht habe, funktionieren auch (GPS, WLan, SMS). VoIP ist ein überraschend gutes Feature. Jedoch hapert es oftmals im Detail, undokumentierte Einstellungen irgendwo, nervige undurchdachte Software-Eigenarten, der zu schwache Akku, die oftmals lückenhafte Dokumentation insgesamt (auch Online), erfordern eine Menge Einarbeitungszeit und Geduld. Ich hoffe hier wird nachgebessert. Trotzdem bin ich ziemlich zufrieden.

Professorenreise auf Firmenkosten

Höchst interessant unter wem ich damals studiert habe. Natürlich kann ich mir nicht sicher sein ob es wirklich derjenige Professor war den ich im Sinne hab, aber die Hinweise deuten für “ältere” Studenten zumindest darauf hin.

Hier ein kurzes Zitat von diesem Spiegel Online Artikel: “Einmal um die Welt auf Firmenkosten” (Von Hermann Horstkotte)

Mitsamt Familie flog ein Professor der TU Dortmund nach Amerika, Australien und Asien - die rund 20.000 Euro teuren Tickets zahlte der Computerkonzern und Uni-Partner Sun. Jetzt feuerte die Firma fünf Mitarbeiter, und die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen gegen den Informatiker ein.

Buchtipp: Bockmist von Hugh Laurie

Nach längerer Abstinenz habe ich mir mal wieder ein Buch geleistet, Bockmist von Hugh Laurie für 8,95€.

Nachdem ich die 447 Seiten nun an zwei Abenden durchgelesen habe kann ich nur sagen: tolles Buch! Ich muss auch ehrlich gestehen dass ich Hugh Laurie nicht zugetraut hätte, derartige Bücher zu schreiben.

Es geht um einen Menschen names Thomas Lang, Ex-Militär, der durch einige unglückliche Umstände ziemlich tief in eine Geschichte um Waffenhandel und Terrorismus rutscht. Da es zahlreiche überraschende Wendungen im Verlauf der Geschichte gibt, möchte ich schon gar nicht mehr dazu sagen um nicht aus Versehen etwas vorweg zu nehmen. Das Buch ist allerdings mit wunderbarem Humor verfasst, besonders die Gedanken des Ich-Erzählers Thomas Lang sind stellenweise so köstlich, dass ich kleine Lachanfälle bekam.
Hier eine kleine Kostprobe von Seite 9:

Und allmächtiger Gott, was für eine Stirn! Ziegelsteine, Messer, Flaschen und vernünftige Argumente waren im Lauf der Zeit wirkungslos von dieser wuchtigen Frontalebene abgeprallt und hatten nur unmerkliche Dellen zwischen den tiefen und weit verteilten Poren hinterlassen.

Einzige die Umschlaggestaltung ist misslungen (siehe Foto), auch wenn Bockmist draufsteht hat das Buch herzlich wenig mit Dr. House oder mit Unterhosen zu tun.